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5 vor 10: EU, Exporte, Schweiz, Sparpolitik, Konzertkarten

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Der Nachwuchs im britischen Königshaus wird die Wirtschaft ankurbeln, der Schweizer Export kommt trotz festem Wechselkurs ins Stocken, und die deutsche Regierung ist mit ihrem Sparkurs der Schwarze Peter der Eurokrise. Außerdem in den Linktipps: Wie sich europäische Ungleichgewichte in den Außenhandelsbilanzen langsam abbauen und wie Musiker den Schwarzverkauf ihrer Tickets unterbinden können.


1. Der brutale Abbau europäischer Ungleichgewichte
(weitwinkelsubjektiv.com, André Kühnlenz)
Deutschland exportiert weniger Waren in andere EU-Länder – der Leistungsbilanzüberschuss befindet sich mit 2,7 Milliarden Euro auf dem niedrigsten Wert seit 2000. Die Leistungsbilanz misst das Verhältnis von Exporten zu Importen in einer Volkswirtschaft – sie ist ein Maß, um die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit eines Landes zu messen. Der Grund für den Rückgang liegt vor allem bei den sparenden Euro-Staaten. Doch das kümmere kaum einen in diesem Land, schreibt André Kühnlez: Für die wichtigen Exporte hätten die Autohersteller ja China.

2. Dass 400.000-Dollar Baby
(qz.com, Matt Berman, englisch)
Mehr als ein weltweites Starren auf den Bauch: Die Geburt des Sohnes von Kate Middleton und Prinz William soll der britischen Wirtschaft 380.000 Dollar einbringen. Dazu müssen die Fans der Royals die Geburt gebührend feiern: In der Nacht, so Matt Berman, sollen sie viel Geld für Essen und Trinken ausgeben. Sie werden Baby-Souvenirs wie zum Beispiel Puppen kaufen. Bei so viel Glamour werden sie gar die eigenen Kinder besser anziehen oder schicke Spuckbeutel gegen die Morgenübelkeit kaufen. So manch einer hofft gar, dass die Geburtenrate einen Sprung nach oben macht.

3. Das Märchen vom boomenden Schweizer Export
(blog.tagesanzeiger.ch/nevermindthemarkets, Tobias Straumann)
Die Schweizer Wirtschaft komme nicht so Recht voran, schreibt Tobias Straumann. Die schwächere Nachfrage in Europa und zunehmend auch in Asien hinterlasse ihre Spuren – und das trotz des festen Wechselkurses von 1,20 Schweizer Franken für einen Euro. Die Maschinen- und Elektroindustrie leide am meisten. Und der Uhrensektor, der etwa zehn Prozent der Gesamtexporte ausmache, habe am abrupten Ende des Booms an Luxusuhren in China, Hongkong und Indien zu knabbern.

4. Berlin ist der Schwarze Peter der Eurokrise
(wallstreetjournal.de, Brian Blackstone)
Hat die Sparpolitik ein Ende? Die südeuropäischen Staaten kritisieren die deutsche Regierung schon seit längerem für ihre Politik des harten Sparkurses. Beim Treffen der G20-Staaten am Wochenende konnte Deutschland keine Verbündeten für das Thema finden: Stattdessen sprachen sich die anderen Staaten für mehr Wachstums- und Beschäftigungspolitik aus. Der heftige Sparkurs habe den Abschwung noch verschlimmert, so lautet die Argumentation. Wird die Bundesregierung trotzdem am aktuellen Kurs festhalten?

5. Rockonomics
(timharford.com, Tim Harford, englisch)
Dass Musiker heute mit Konzerten deutlich mehr verdienen als früher, ist kein Geheimnis. So auch der US-Musiker Kid Rock, der seine Konzerte mit 20 Dollar pro Karte aber günstig anbieten will – schließlich mache er Musik für die Arbeiterklasse. Einige gewiefte Schwarzmarkthändler wissen allerdings, so Tim Harford, dass die Zahlungsbereitschaft der Fans deutlich größer ist und kaufen die billigen Kontingente auf, um sie dann teurer zu verkaufen. Doch der Musiker hat Abhilfe geschaffen.

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