1. Wer ist der Unbekannte an der Spitze der spanischen Zentralbank?
(handelsblatt.com, Anne Grüttner)
Ein 20 Jahre altes Foto war das aktuellste, dass das Handelsblatt von Luis María Linde, dem neuen Zentralbankchef Spaniens, fand. Obwohl in der Öffentlichkeit weitestgehend unbekannt, bringt der Spanier eine Menge Erfahrung mit. Er arbeitete in den 80ern als Stellvertreter des Notenbankgouverneurs, war jüngst in Washington bei der Interamerikanischen Entwicklungsbank. Er ist aber auch ein Vertrauter des spanischen Wirtschaftsministers – ein Fluch für eine unabhängige Zentralbank?
2. Dank an den Euro
(Herdentrieb, Dieter Wermuth)
“Gut dass es den Euro gibt! Seine Abwertung ist wie ein Konjunkturprogramm”, schreibt Dieter Wermuth. Durch den schwachen Euro würden die Exporte stimuliert. Die schwache Renditeentwicklung und die niedrigen Zinsen wären gut für die Binnennachfrage. Der Autor sieht Spielraum für einen Wachstumskurs seitens der Regierung. Denn: “Eine robustere deutsche Konjunktur ist neben den überfälligen Änderungen der institutionellen Rahmenbedingungen im Euro-Raum das Beste, was sich für den Fortbestand des Euro tun lässt.”
3. Gegen den Fachkräftemangel
(bloomberg.com, Craig Torres and Steve Matthews, englisch)
US-Firmen wie Boing oder General Electric ziehen sich ihren Nachwuchs an den Universitäten passgenau heran, damit sich die Studenten schneller in der Praxis der Firmen zurechtfinden. Das Engagement, das in den letzten Jahren weiter ausgebaut wurde, kommt Studenten und Firmen gelegen. In den Firmen gehen viele qualifizierte Mitarbeiter in den nächsten Jahren in Rente. Sie fürchten einen Fachkräftemangel. Auch die Studenten sind auf einen sicheren Job nach der Uni angewiesen. Die Autoren schreiben: “As taxpayer backing shrinks, costs shift to parents and students, who pay higher tuitions and take on more debt – which makes the goal of monetizing education with a solid job more urgent.”
4. Griechenland: Die Angst wählt mit
(presseurop.eu, To Vima, Angelos Kovaios)
Am Sonntag wird in Griechenland erneut gewählt. Meinungsforscher sehen die Wähler von einer Partei zur nächsten irren. Die griechische Zeitung To Vima beschreibt die Probleme, die Griechenland befallen: Kein Geld für Rohstoffimporte, wenig liquide Mittel in den Unternehmen, weniger Touristen und weniger Handel. Die Wahlen vom 6. Mai seien Wahlen des Zorns gewesen. Die kommenden Wahlen am 17. Juni werden Wahlen der Angst sein, sagt ein griechischer Meinungsforscher. Werden die extremen Parteien noch mehr Zulauf bekommen?
5. US-Bundesstaat zu reich?
(Wall Street Journal Online, Mark Peters)
Der US-Bundesstaat North Dakota ist steinreich, weil die Öl- und Erdgasförderung boomt. Mit solch einem soliden Haushalt steht der Bundesstaat alleine da – da könnte doch die Grundsteuer abgeschafft werden, meinen einige. Heute können die Bürger in einer Volksabstimmung selbst entscheiden. Offenbar wird die Mehrheit auf Steuererleichterungen verzichten. Die Einwohner gelten als konservativ: “Wir haben den Boom und das Platzen von Blasen in der Vergangenheit gesehen.” Hat da jemand aus der Krise gelernt?
Gute Kommentare, interessante Hintergründe – jeden Morgen um 5 vor 10 Uhr präsentieren wir auf dem INSM-Blog fünf ausgewählte Links zu interessanten Ökonomie-Blogs und Wirtschaftsseiten.
Keine INSM-Blog-Post mehr verpassen? Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter oder abonnieren Sie unseren RSS-Feed.